Deep in the valley of the last groove

I just listened to Lionheart – a track I really love and heard a couple of times (see my last.fm library). This time was different and I expected it to be different in a good way – well this might come hard for some of you but: Vinyl was different in a bad way.
This text is not about me questioning the age of my needle, turntable or stereo (1 year, 30 years, 22 years) or the condition of the record (VG) but something more technical. And something for the age of vinyl in the 21st century.

So back the Lionheart which is the last track on Side 1: The song is special due to its lack of drums, the longish notes from the organ and the extraordinary vocals in the high register. The way it was recorded makes it a really good piece but the problem I had today with it was technical. Since it is the last track the needle has to move in a different angle and with a different tracking force of the stylus.

This is why the quality of the sound decreases with the needles journey to the centre of the record. So when planning, recording, mastering and pressing a vinyl record there are not just aesthetic decisions to make. At some point the question of how to split up the music to the two sides will come up.

At this point it might be vital to have a piece that is ’sturdy‘ or resistant to the lack of brilliance found in the ‚valley of the last groove‘. There are not just musicians who may be confronted with this problem but also everyone following in the chain of production after they decided to ‚Take the A(nalogue)-Train‘.

So in a nutshell: The sound of the last track of a vinyl record is going to be different – make the piece different!
The position does matter.


Gerade habe ich mal wieder Lionheart angehört, ein Lied das ich oft gehört habe (siehe meine last-fm Bibliothek) und recht gut kenne. Diesmal war es aber komisch - und damit meine ich nicht positiv komisch (oder abwechslungsreich wie erwartet) sondern seltsam komisch. Manche von euch mag dies nicht erstaunen, doch: Vinyl war anders auf eine schlechte Weise.
Dabei geht es hier nicht um veraltetes Equipment in Form von Nadel und Tonabnehmer oder Plattenspieler. Der Diamant ist nicht mal ein Jahr alt und der Plattenspieler ist ein wenig jünger als die LP und ebenso gut gepflegt wie das Album. Es geht mir in diesem Beitrag um Vinyl im 21ten Jahrhundert.

Zurück zu Lionheart, welches das letzte Stück der ersten Seite ist: Das Lied ist besonders, da es kein Schlagzeug nutzt, durch gehaltene Orgeltöne und hohen Gesang geprägt ist. Es ist ein schönes Stück und ich mag diese Aufnahme sehr - nur nicht als letzten Track einer Schallplatte. Da ich es bisher meist digital gehört habe, ist mir dies speziell technische Problem heute besonders aufgefallen. Denn bei dem letzten Stück jeder Seite ist der Winkel der Nadel zur Rille nicht mehr optimal, was zu einer veränderten Zugkraft und letztlich zu einem Qualitätsverlust führt.
Daher kann man einen Mangel an Klangqualität ausmachen, je weiter die Nadel ihre Reise ins Zentrum der Platte unternimmt. 

Also sollte bei der Planung, Aufnahme, Mastering und Herstellung der Schallplatte nicht nur ästhetische Entscheidungen im Vordergrund stehen. An einer Stelle wird die Frage nach der Aufteilung des Materials auf die zwei Seiten aufkommen; an dieser Stelle sollte man ein Stück parat haben, das hart im Nehmen ist und auch mit dem Mangel an Brillanz noch eine gute Figur macht, die im 'Tal der letzen Rillen' zu erwarten ist.

Dies Problem stellt sich für alle am Produktionsprozess beteiligten Personen - von den künstlerischen bis hin zu den organisatorisch arbeitenden Leuten, wenn entschieden wurde die 'Eins A(nalog)' zu publizieren.
In aller Kürze: Der Klang des letzten Stückes auf einer Schallplatte wird anders sein - also macht es einfach anders! Die Stellung ist entscheidend.

"Save the last dance for..."

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