Dokumentation фузион

„Fühlst du wie der Bass deinen Körper massiert?
Hörst du wie die Synthesizer schreien & dich zum Tanze bitten?
Siehst du die Lichter, das Feuer, die lachenden Gesichter?
Verstehst du dies soziale Ereignis in Ansätzen?“
– Karl Marx zu Otto Normal vor der Seebühne

„Niemand hat die Absicht, den Verkehr durch Drogenkontrollen zu behindern…“
– Ein Polizist mit Elfenohren

„Excuse me – where are we right now? I have no plan…“
– John Doe

„’s geil!“
– John Geilo

Materialien, Eindrücke & Informationen zum фузион Festival 2016 in 53.311823, 12.737752

Abstand nehmen vom Alltag kann man mittels einer gemütliche Reise durch den Norden Deutschlands. Wenn man dann auf dem Weg von Hannover nicht zu lange im Verkehrschaos vor Hamburg stecken bleibt, kann man schon am frühen Mittwoch Abend in Mecklenburg sein.

Dort gibt es einen Flugplatz, der vor genau 100 Jahren – mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges – geplant und umgesetzt wurde. Die jüngere Geschichte des Militärflugplatzes ist vielleicht spannender: 3 Jahre nachdem die russischen Streitkräfte die Anlage bei Lärz verlassen hatten, kamen ein paar Menschen auf die bemerkenswerte Idee hier Bass und gute Laune zu pflanzen.

[Bevor diese Erzählung weiterfließt, führe ich kurz meine Absichten auf: Das Programmheft, die Karte und der Zeitplan sind hier in digitaler Form zu finden. Mit dokumentarischer Absicht habe ich die Materialien hier gesammelt, damit interessierte Menschen Zugang zu diesen Informationen haben.]

Wenn Camping- und Informationsfragen geklärt sind, hat man im besten Falle ein „Bändsel“ am Gelenk, einer Karte in der dazugehörigen Hand und ein kühles Getränk in der anderen. Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich in Richtung der bunten Lichter, der spannenden (weil frischen) Düfte und der anregenden Musik bewegen.

Ein Rucksack mit zusätzlicher Kleidung und weiteren Getränken ist auf jeden Fall angesagt, denn auch wenn es erst 20 Uhr ist und man „nicht so lange“ unterwegs sein will – vor 2 Uhr ist man wohl nicht wieder am Camp.

Auf 10 Bühnen ist gerade etwas los. Das ist weniger als die Hälfte, denn mit 22 Bühnen und einer großen Menge an Installationen, Vorführungen und Beiträgen unterschiedlichster Gestalt, ist immer etwas los. Und genau das ist die erste Lektion, die man lernt: „Du kannst nicht alles erleben. Daher genieße, was dir der Zufall in den Schoß fallen lässt.“

[Hier der Timetable: Er dient als Orientierung für: A) Was man sich gerade ansieht oder B) Wann man sich wo trifft. A funktioniert gut, B nicht.]

Ein wenig fühlte ich mich, wie Alice im Wunderland; doch mit einer Karte, einer Reisegruppe und eben ohne viktorianisches Kleidchen. Dafür aber mit Wanderstiefeln und bequemer Cargohose, an der die Seitentaschen schnell als Kartenfach und Bierhalter entdeckt wurden.
Wie in einem Abenteuer, waren auch der kindliche Spiel- und Entdeckungstrieb geweckt, der naive Glauben an das Gute im Menschen weniger belastet und die Faszination für diese Welt erweitert. Wie in einem Abenteuer gab es natürlich auch die verschiedensten Episoden und Abschnitte, von denen der Rückweg zum Schlafsack sicher die markanteste war.

Nach vielen kleinen Episoden hatte ich dann auch über 20 Kilometer zurückgelegt und die Sonne beim unter- und aufgehen beobachten können. Zwischendrin songte eine bunte Mischung aus stark basslastiger Tanzmusik, darstellender und bildender Kunst, gutem Essen und dem Sammeln von Sinneindrücken dafür, dass man sich fühlt wie in einem Wimmelbild von Maurits Cornelis Escher. Oder eben wie auf der Fusion.

[Zum Abschluss nun die Karte, welche ich stets in doppelter Ausführung dabei hatte. So konnte ich den Leuten, die nach dem Weg fragten auch gleich eine Karte mit dem Ziel und einem netten Spruch auf der Vorderseite in die Hand drücken.]

Die Daten zu den 3 digitalisierten Dokumenten:
Festival Guide (18,5cm x 27cm, 62 Seiten), 83.3 MB (teilw. farbig)
Timetable (17,5cm x 27cm), 3.3 MB (farbig)
Festival Map (15cm x 24cm), 2.86 MB (farbig)
Programm des Arab Underground (24cm x 15 cm, dreifarbig)

 

„Wir sehen uns am Dreieck…“ A. Raddatz

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